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Wie funktioniert eigentlich: OKR

Die Idee

OKR steht für Objectives and Key Results und bezeichnet eine Management-Methode. Im Grundsatz verknüpft OKR Unternehmensvision und Strategie mit den einzelnen Aufgaben von Teams und ihren Mitgliedern. Das Objective fragt, wohin gesteuert werden soll. Das Key Result fragt, was getan werden muss, um dorthin zu gelangen und wie das gemessen werden kann. Transparenz ist ein hohes Gut bei OKR: so sollen Aufgaben und Ergebnisse objektiv messbar sein und vom gesamten Unternehmen eingesehen werden können. Die Methode hilft Unternehmen und ihren Mitarbeiter*innen, sich zu fokussieren, die Erwartungen an die Aufgaben der einzelnen Teammitglieder abzustimmen und ihnen so mehr Autonomie in der Umsetzung der Aufgaben zu ermöglichen. Objectives and Key Results sollten im Idealfall alle drei Monate neu formuliert werden, und zwar vom Top-Management bis zu jedem einzelnen Teammitglied.

Die Vorgeschichte

Bekannt wurde OKR als die “Google-Methode”. Das US-amerikanische Unternehmen hatte OKR schon früh eingeführt und es stets als einen Erfolgsfaktor bezeichnet. Daher kennen wir OKR heute besonders in der Ausprägung, die Google und seine (Ex-)Mitarbeiter*innen verbreitet haben. Der Grundgedanke von OKR ist aber deutlich älter: Bereits in den 1970er Jahren führte Intel als erstes Unternehmen die Ursprungsmethode ein, die damals in Anlehnung zu existierenden Methoden wie MBO entstand.

Die Verbreitung

OKR wird heute als Tool zur zielgerichteten und strukturierten Mitarbeiterführung in vielen Unternehmen eingesetzt. Prominente Beispiele sind Oracle, LinkedIn, Twitter und der Game Anbieter Zynga.   

Die Bedenken

Wie jede Methode sollte OKR kein reiner Selbstzweck sein – kurz gesagt: ohne einheitliche und gelebte Unternehmensvision macht eine Implementierung wenig Sinn. Denn die Stärke von OKR liegt in der Verknüpfung der Aufgaben einzelner Teams und ihrer Mitglieder mit dem übergeordneten unternehmerischen Ziel. Eigenverantwortliches Handeln und selbstbestimmte Aufgabenerfüllung sollten zur Zielerreichung ausdrücklich erwünscht sein, um die Stärken von OKR wirklich zu nutzen. OKR erfordert aufgrund der häufigen Anpassungen und Auswertungen einen relativ hohen Zeitaufwand.

Die Vorteile

Der erste spürbare Vorteil durch die Einführung von OKR ist eher eine Begleiterscheinung: das Führungsteam muss sich intensiv mit dem eigenen Leitbild, Zielen und der Vision auseinandersetzen. Die Methodik ist schnell zu erlernen und kann zudem durch verschiedene digitale Tools unterstützt werden (beispielsweise vom Berliner Start-up Perdoo). Einmal richtig implementiert, hilft OKR jedem Teammitglied dabei, den eigenen Beitrag zur Unternehmensvision zu erkennen und zu erfüllen. Die dadurch ermöglichte Eigenverantwortung kann einen positiven Einfluss auf Motivation und Zufriedenheit haben und zu einer agilen Aufstellung der gesamten Organisation führen.

Mehr erfahren, mehr verstehen

Das Magazin t3n bietet in seinem Podcast vertiefende Insights zu OKR.

Die Coaches von Murakamy bieten Online-Seminare zum Erlernen der OKR Methode an. Geschäftsführer Marco Alberti erklärt in diesem Video die Grundlagen: